+++   Beethovens 5. Sinfonie zum Neujahrskonzert  +++      
Link verschicken   Drucken
 

„Wir waren ja annerster wie die annern“

„Neu-Iseborsch“ statt „New York, New York“, „Isch werd’s überlebe“ statt „I Will Survive“ – Tilman Birr und Elis geben berühmten Songs eine ganz neue, eigene und vor allem hessische Note. Am Samstag, 16. Juni steht das Duo „Welthits auf Hessisch“ beim Open-Air im Freizeitzentrum Münster auf der Bühne. Die Gemeinde Münster hat vorab mit den beiden darüber gesprochen, wie es ist, irgendwie „annerster“ zu sein, wie sie auf die Idee für ihr Mundart-Projekt kamen und wie wichtig ein passender Band-Name ist.

Das Interview führte Meike Mittmeyer-Riehl

Gemeinde Münster: Wie habt ihr beide euch eigentlich kennengelernt?

Tilman: Wir haben beide in Berlin gewohnt und sind da auf den Lesebühnen aufgetreten. Wenn man da jemanden trifft, der wo so sprechen tut, wie man selbst, dann lernt man sich schnell kennen. Wir waren ja annerster wie die annern.

Und wie seid ihr auf die Idee gekommen, berühmte Lieder der Musikgeschichte auf Hessisch zu interpretieren?

Tilman: Das wissen wir leider nicht mehr. Es muss uns an dem Abend jemand was in den Bembel gemischt haben. Irgendeiner von uns hatte die Idee und als wir am nächsten Tag aufwachten, war es beschlossene Sache.

Elis: Wir wollten den Hessen aber schon mal zeigen, worüber die ganzen Chartmusiker da so singen. Wenn man sich mal die Texte von Roxette oder der Bloodhound Gang ansieht, wundert man sich, mit wie viel Dummheit man Geld machen kann. Das wollten wir auch.

Was verbindet ihr mit Hessen? Was ist für euch typisch hessisch?

Tilman: Sehr viel von Hessen zeigt sich in diesem berühmten Satz des Eintrachtspielers Bernd Hölzenbein. Der hat gesagt: „Mexiko ist – allein schon von der Entfernung her – ein ganz anderes Land.“

Welche Altersgruppen sprecht ihr mit eurer Musik an?

Tilman: Wir sprechen niemanden an, es ist umgekehrt: Leute fühlen sich von uns angesprochen.

Elis: Es ist alles mit dabei. Die jüngsten Zuschauer, die wir mal hatten, waren noch im Grundschulalter. Wir hatten aber auch schon ältere Herrschaften, die die Lieder nicht kannten und den ganzen Abend lang dachten, wir wären eine Volksmusik-Kombo.

Was kann das Münsterer Publikum von eurer Show am 16. Juni erwarten?

Tilman: Wir haben ja das Glück, dass unser Bandname genau das beschreibt, was wir machen. Das ist bei den Rolling Stones anders. Oder bei Smashing Pumpkins.

Elis: Stimmt. Bei diesen Bandnamen könnte man schon fast von Betrug sprechen. Auch unter „Badesalz“ hab ich mir früher was ganz anderes vorgestellt.

 

Infos und Tickets

Das Duo „Welthits auf Hessisch“ ist am Samstag, 16. Juni 2018 beim Kultur-Open-Air im Freizeitzentrum Münster zu erleben. Zuvor stehen Bestseller-Krimi-Autor Daniel Holbe und Verleger und Radiomoderator Meddi Müller mit einer Lesung aus der Kurzgeschichten-Sammlung „Ein Viertelstündchen Frankfurt“ auf der Bühne. Hessische Spezialitäten und Apfelwein runden das Angebot ab. Zum Ausklang des Abends spielt das Münsterer Folk-Duo „Aroha“ aus Steffen Huther und Sue Ferres. Infos und Tickets im Rathaus Münster, bei allen ztix-Vorverkaufsstellen und auf www.kulturhalle-muenster.de. Natürlich gibt es auch eine Abendkasse

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Wir waren ja annerster wie die annern“

normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
 
 
Sponsoren
 

Das Kulturprogramm der Gemeinde Münster wäre ohne die Unterstützung von Sponsoren nicht umsetzbar.

 

Deshalb bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Kultur-Partnern & Kultur-Förderern.

 
Diese finden Sie hier!